KŌAN - GAME OF LIFE

 

KOAN - GAME OF LIFE

 

Die Retrospektive KŌAN – GAME OF LIFE im Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zeigte vom 30. August bis 25. Oktober 2024 rund 300 Fotografien, zusammengeführt in 22 Exponaten.

Diese 22 Arbeiten folgten der Struktur der Großen Arkana des Tarots. Sie wurden für mich zu Wegmarken einer künstlerischen Heldenreise – Spuren, Umwege, Brüche und Einsichten aus vier Jahrzehnten fotografischer Arbeit.

Zu jedem Exponat gehörten ein kurzer Videoclip und ein Dialog zwischen Jemand und SAH. Beide speisten sich aus Gedanken, Notizen und Gedichten aus diesen Jahren und bildeten die innere Stimme der Ausstellung: kein Kommentar, sondern eine leise Verschiebung der Wahrnehmung – ein Raum, in dem eigene Erfahrung entstehen kann.

Kōan ist ein Begriff aus dem Zen-Buddhismus und bedeutet „öffentlicher Aushang“. Ein Kōan ist ein kurzer, oft rätselhafter Dialog zwischen Meister und Schüler. Er ist keine Antwort, sondern eine Zumutung: ein Impuls, der das gewohnte Denken ins Stocken bringt, das Ego irritiert – und einen Raum öffnet, in dem Einsicht möglich wird.

 
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